Wien Energie Grand Prix 2004

Zum dritten und letzten Mal fand 2004 das WTA-Turnier in Wien unter dem gleichen Namen statt. Es war zugleich das letzte Mal, dass überhaupt ein Damenturnier der WTA in Wien ausgetragen wurde. Nachdem 2002 im Juni und 2003 im Juli gespielt wurde, fand der Wien Energie Grand Prix 2004 im Mai statt, um genau zu sein vom 15. bis 22. Mai.

Setzliste

In der Setzliste des Turniers stand 2004 die US-Amerikanerin Chanda Rubin ganz oben. Sie hatte da bereits ihre besten Jahre hinter sich und trat zwei Jahre später vom Tennissport zurück. In ihrer Karriere konnte sie 7 WTA-Einzeltitel erringen und stand 1996 auf Platz 6 der Weltrangliste. Im Doppel war sie ähnlich erfolgreich und konnte dort, ebenfalls im Jahr 1996, die Top 10 des WTA-Ranking erreichen.

Chanda Rubin

Hinter ihr und damit auf Platz 2 der Setzliste stand die Siegerin des Jahres 2002, die Israelin Anna Smaschnowa-Pistolesi, die inzwischen ihren früheren Coach geheiratet hatte und daher einen Doppelnamen trug. Die weiteren Plätze wurden von Lisa Raymond (USA), Maria Vento-Kabchi (Kolumbien) und Amy Frazier (USA) eingenommen.

Turnierverlauf

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Teilnehmerinnen aus Österreich. Leider ist das Thema in diesem Jahr schnell abgehandelt. Keine Spielerin konnte sich sportlich für das Turnier qualifizieren. Barbara Schwartz und Yvonne Meusburger erhielten allerdings Wildcards und durften mitmachen.

Für Schwartz war sofort in Runde Eins gegen die russische Qualifikantin Schidkowa Schluss. Etwas besser machte es ihre Landsfrau Meusburger. Sie setzte sich immerhin in der ersten Runde gegen die Italienerin Camerin mit 7-6, 6-1 durch. Im Achtelfinale war die Hürde mit der an Nummer 7 gesetzten Spanierin Serna allerdings zu hoch und es setzte eine deutliche 1-6, 2-6 Niederlage.

Der Wien Energie Grand Prix 2004 war wohl das Event mit den wenigsten Überraschungen in der kurzen Geschichte des Turniers. Im Halbfinale standen sich lediglich gesetzte Spielerinnen gegenüber. Das waren zum einen die Kroatin Kostanic gegen die Australierin Molik und zum anderen die Israelin Smaschnowa-Pistolesi gegen die Amerikanerin Frazier.

Schlussendlich standen sich im Finale die Gewinnerin des Jahres 2002, Smaschnowa-Pistolesi, sowie Molik gegenüber. Smaschnowa-Pistolesi war bis dahin in einer überragenden Verfassung und fegte ihre Gegnerinnen auf dem Weg ins Finale regelrecht vom Platz. Doch auch Molik spielte ein starkes Turnier, keine der beiden gab im Turnierverlauf einen Satz ab.

Das musste sich im letzten Spiel des Wiener Energie Grand Prix zwangsweise ändern. In einem abwechslungsreichen und unterhaltsamen Spiel gelang der Israelin letztendlich ein 6-2, 3-6, 6-2 Erfolg und sie konnte sich damit zum zweiten Mal den Titel sichern.

Smaschnowa

Doppelkonkurrenz

Beim Doppel erlitten die Österreicherinnen ein ähnliches Schicksal. Dank einer Wildcard und aufgrund der Lucky Loser Regelung waren überhaupt nur zwei Doppel mit österreichischer Beteiligung am Start. Das rein österreichische Doppel mit Amesbauer und Kix war sofort in Runde Eins unterlegen. Für Schwartz und ihre deutsche Partnerin Wöhr war im Viertelfinale Endstation.

Besser machten es die an Nummer Eins und Zwei gesetzten Doppel. Die Amerikanerinnen Navratoliva/Raymond gewannen mit 6-2, 7-5 gegen die Australierin Rennae Stubbs und Cara Black aus Zimbabwe. Martina Navratoliva ist die beste und erfolgreichste Spielerin, die je beim Wiener Energie Grand Prix gespielt hat.

Die ehemalige Nummer 1 der Welt konnte in ihrer langen und illusteren Karriere 167 Titel gewinnen und stand insgesamt 332 Wochen auf der Spitzenposition des Damentennis. Im Doppel war sie ebenfalls überaus erfolgreich und war auf Platz 1 der Weltrangliste – sie gewann insgesamt 177 Titel im Doppel.