Wien Energie Grand Prix 2003

Im Jahr 2003 wurde das WTA-Turnier in Wien ebenfalls der Kategorie III zugeteilt und fand zum ersten Mal unter gleichem Namen statt. Dafür konnte sich die Setzliste wieder einmal sehen lassen, doch dazu im nächsten Abschnitt mehr. Die Überraschung des Vorjahres, Patricia Wartusch, war erneut von der Partie, musste sich diesmal aber nicht durch die mühselige Qualifikation kämpfen. Der Wien Energie Grand Prix 2003 fand vom 07. – 14. Juli statt und damit einen Monat später, als im Vorjahr.

Setzliste

Jelena Dokic war die prominenteste Teilnehmerin des Feldes und ging zu dem Zeitpunkt noch für Jugoslawien an den Start. Später im Jahr spielte sie unter der Flagge von Serbien und Montenegro. Von 1998 – 2000 und dann wieder von 2006 bis zu ihrem Karriereende 2014 spielte sie für Australien. Weil ihre Familie 1994 dort hin emigrierte, hielt sie die australische Staatsbürgerschaft.

Jelena Dokic

Im August 2002, also nicht mal ein Jahr vor Turnierstart, stand Dokic auf dem 4. Platz der Weltrangliste und konnte insgesamt sechs Einzeltitel auf der WTA-Tour erringen. Die Top 5 der Setzliste wurden von Wera Swonarjowa (Russland), Anna Pistolesi (Israel), Silvia Farina Elia (Italien) und Clarisa Fernandez (Argentinien) komplettiert.

Turnierverlauf

Kümmern wir uns zunächst um die wohl interessanteste Frage, wie schnitt Vorjahresüberraschung Patricia Wartusch ab? In der ersten Runde gelang ihr erneut ein souveräner Start in das Turnier und sie bezwang die Italienerin Maria Elena Camerin in zwei Sätzen mit 6-4, 6-4. Leider war dann im Achtelfinale bereits Schluss, als sie gegen die Argentinierin Suarez chancenlos mit 1-6, 3-6 unterlag.

Den anderen Teilnehmerinnen aus Österreich erging es ähnlich. Sowohl Barbara Schett, als auch die mit einer Wildcard ins Turnier gerückten Evelyn Fauth und Sybille Bammer, mussten bereits in der ersten Runde die Segel streichen. Für Überraschungen sorgten diesmal andere.

Allen voran die Qualifikantin Karolina Sprem, die sich bis ins Finale kämpfte. Bis auf ihr Viertelfinale gegen die Tschechin Chladkova musste sie dafür immer über die volle Distanz gehen und sich in drei Sätzen durchsetzen. Den wohl größten Coup landete sie dabei im Halbfinale gegen die an Nummer 2 gesetzte Swonarjowa, die sie mit 3-6, 6-4, 7-5 in einem engen und packenden Spiel niederrang.

Suarez WTA

Auf der anderen Seite des Tableaus setzte sich die Argentinierin Suarez durch, unter anderem mit dem erwähnten Sieg gegen die österreichische Hoffnung. Im Viertelfinale bezwang sie die Top-gesetzte Dokic mit 7-6, 6-2. Im Halbfinale gelang ihr gegen die Deutsche Anca Barna nach Satzrückstand noch der Sieg.

So kam es im Finale zur Auseinandersetzung zwischen Suarez und Sprem – Israel gegen Kroatien – Nummer 6 der Setzliste gegen Qualifikantin. Suarez saß schlussendlich am längeren Hebel und sicherte sich den Titel des Wiener Energie Grand Prix 2003 in drei hart umkämpften Sätzen mit 7-6, 2-6, 6-4.

Doppelkonkurrenz

Die Vorjahressieger Mandula/Wartusch waren natürlich wieder am Start und die Nummer 1 der Doppel-Setzliste. Auf Platz 2 stand ebenfalls eine Österreicherin, Barbara Schett, gemeinsam mit der Italienerin Rita Grande. Gereicht für den Titel hat es 2003 für keines der vielversprechenden Damendoppel mit österreichischer Beteiligung.

Stattdessen standen sich im Finale zwei Doppel aus China gegenüber. Am Ende gewannen Li/Sun mit 6-3, 6-4 gegen Yan/Zheng und durften sich Doppel Champion des Wiener Energie Grand Prix 2003 nennen.