Wien Energie Grand Prix

Fans vom professionellem Damentennis erinnern sich vielleicht noch an das WTA-Turnier in unserer Landeshauptstadt. Die WTA Tour machte in den Jahren 1979, 2001, 2002, 2003 und 2004 halt in Wien, um ein WTA-Turnier der Kategorie Tier III auszutragen. Dabei wurde der Name des Events mehrmals geändert.

Wien Energie Tennis

1979 wurde es unter dem Namen Bancroft Trophy veranstaltet, 2001 lief es unter dem Namen Uniqa Grand Prix und von 2002 – 2004 wurde um den Titel des Wiener Energie Grand Prix gekämpft. Jedes Mal wurde auf Sandbelag unter freiem Himmel gespielt. Zuletzt wurde ein Preisgeld von 170.000 US-Dollar ausgeschüttet. Wettbewerbe fanden sowohl im Dameneinzel, als auch im Doppel statt.

Die erste Gewinnerin des WTA-Turnier in Wien war Chris Evert-Loyd aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie konnte sich im Finale souverän mit 6-1, 6-1 gegen ihre Landsfrau Caroline Stoll durchsetzen. 2001 war es dann die Usbekin Iroda Tulyaganova, die sich im Finale gegen die Schweizerin Patty Schnyder mit 6-3, 6-2 zur Siegerin krönte.

Ab 2002 lief das Turnier dann, wie bereits erwähnt, unter dem Namen Wiener Energie Grand Prix. Auf die drei, in aufeinanderfolgenden Jahren ausgetragenen, Turniere werden wir auf unserer Seite noch detailliert eingehen und ihnen Einblicke in die Setzliste sowie den Turnierverlauf im Einzel, wie im Doppel verschaffen.

WTA Tour Image

WTA-Tennis Turniere in Österreich

Abseits der fünf Turniere in Wien wurde in Österreich natürlich ebenfalls Damentennis gespielt. 1970 – 1982 und 1990 – 1993 fand in Kitzbühel der Citroen Cup statt. Die Kategorien variierten, wobei das letzte Event 1993, wie das Turnier in Wien, ein Tier III Event war (1990/91 – Tier IV; 1992 – Tier V). Bei drei der vier Turnieren in Kitzbühel schaffte es eine Österreicherin in Finale….und unterlag leider jedes Mal.

1990 scheiterte Rachel McQuillan an der deutschen Claudia Kohde-Kilsch, 1991 verlor Judith Wiesner nach hartem Kampf und trotz Satzgewinn gegen die Spanierin Conchita Martinez, die ihren Triumph im kommenden Jahr wiederholen konnte. Schlussendlich war es wieder Judith Wiesner, die 1993 gegen Anke Huber aus Deutschland den Kürzeren zog.

Am bekanntesten ist allerdings das WTA-Turnier in Linz, Generali Ladies, das seit 1991 ununterbrochen stattfindet und seit 2009 zur Kategorie ‘International’ gehört. Die besten Damen der Tenniswelt treffen bei dem Hallenturnier auf Hartplatz aufeinander. Die Gewinnerliste der letzten Jahre liest sich wie das Who-is-who der Tenniswelt; zu den Champions gehören unter anderem Angelique Kerber, Ana Ivanovic, Petra Kvitova, Karolina Pliskova und Dominika Cibulkova. Leider konnte sich bislang keine österreichische Tennisspielerin in der Siegerliste eintragen.

Barbara Haas Player

Österreichische Tennis-Stars

Nur zu gerne würden wir sehen, wie sich dieser Zustand ändert. Doch ehrlich gesagt, stehen die Chancen darauf momentan eher schlecht. Bei den Herren ist mit Dominic Thiem zwar ein aufstrebender Tennis-Star auf der ATP-Tour unterwegs, doch bei den Damen fehlt eine solche Galionsfigur.

Die besten Aussichten in den nächsten Jahren dürfte noch die junge Barbara Haas haben. Im Ranking der WTA für Spielerinnen unter 21 ist sie Anfang März 2017 immerhin auf Platz 26 geführt. Doch ihr Geburtstag ist Mitte März und dann ist sie mit 21 bereits aus diesem Ranking verschwunden. In der eigentlichen WTA-Rangliste befindet sie sich zum selben Zeitpunkt auf einem Platz außerhalb der Top 125.

Nun haben schon vor ihr andere Spielerinnen erst nach ihrem 21. Geburtstag den richtigen Durchbruch geschafft. Wir wünschen es der sympathischen Linzerin, die 2016 das erste Mal an einem Grand Slam Turnier teilnahm (US Open) von ganzem Herzen. Der rechte Glaube daran fehlt uns allerdings.

Tennis-Sandplätze in Wien

Wer gerne mal zum Schläger greift, kann das in Wien auf viele Weisen tun. Besonders Sandplätze gibt es dabei in Hülle und Fülle. Auf der Seite der Stadt Wien finden sich jede Menge Tennisclubs und Möglichkeiten dem Sport nachzugehen. Werfen Sie einfach mal einen Blick in die Liste und besuchen einen der vielen Tenniskurse. Sie werden es nicht bereuen.